Besuch der KreishandwerkschaftJuli kündigt engere Zusammenarbeit an
Das Handwerk in Deutschland hatte auch im vergangenen Jahr schwere Zeiten zu bestehen. So sank die Zahl der Beschäftigten in den zulassungspflichtigen Handwerksberufen im Jahresvergleich um 3,4 Prozent. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden gab es Ende 2004 nur noch 3,8 Millionen Beschäftigte in den 41 Handwerksberufen – 134 000 weniger als 2003. Im Kreis Warendorf waren vor allem das Baugewerbe und das Tischlerhandwerk vom Stellenabbau betroffen. „Hier sind bestimmt 15 bis 20 Prozent der Stellen verloren gegangen“, glaubt Geschäftsführer Bernhard Stockmann.
Die SPD hat auf diese neuen Zahlen sofort reagiert.
Die beiden Landtagskandidaten, Thomas Trampe Brinkmann, Annette Watermann Krass, sowie Reimund Juli, Albert Pott und Dagmar Arnkens-Homann trafen sich zu einem Fachgespräch mit den beiden Geschäftsführern der Kreishandwerkerschaft, Ulla Finger-Rumens und Bernhard Stockmann. Ebenfalls dabei: Kreishandwerksmeister Dieter Günnewig.
„Wir brauchen vor allem flexiblere Arbeitszeiten“, erklärte Stockmann wie sich aus Sicht des Handwerks die Rahmenbedingungen verbessern ließen. Gerade kleinere und mittlere Unternehmen müssten bessere Möglichkeiten erhalten, die Arbeitszeit zwischen 32 und 48 Stunden variieren zu lassen. Stockmann regte deshalb regelmäßige Gespräche mit den Gewerkschaften vor Ort an. Zudem mahnte er eine dringend notwendige Senkung der Lohnnebenkosten und eine Reformierung des Bildungswesens an. „Wir werden im Gespräch bleiben und den Austausch intensivieren“, versprach Reimund Juli und wies auf die große Bedeutung des heimischen Handwerks hin.
Auf dem Foto sind von links:
Albert Pott, Dagmar Arnkens-Homann, Bernhard Stockmann, Ulla Finger-Rumens, Annette Watermann-Krass, Thomas Trampe-Brinkmann, Dieter Günnewig und Reimund Juli.