Was sich Anfang des Jahres bereits andeutete, ist nun traurige Gewissheit: Die CDU / FDP Landesregierung streicht die Fördermittel für die „Regionalstelle Frau und Beruf“ und zerstört damit aus ideologischen Gründen gewachsene und gut funktionierende Strukturen zur Frauenförderung im Kreis Warendorf. Damit wird eine über Jahre hinaus gut funktionierende Einrichtung mit Ende dieses Jahres zerstört, so die SPD-Kreistagsfraktion.
„Im Kreis Warendorf liegt die Frauenerwerbstätigkeit immer noch im unteren Bereich des Landesdurchschnitts“; so Reimund Juli, Fraktionsvorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion, „und deshalb benötigen wir auch weiterhin im Kreis Warendorf eine professionelle und erfahrene Beratungsstruktur, die nur die Regionalstelle Frau und Beruf nachweisen kann!“
Angesichts der Erfolge und des Nutzens, den die „Regionalstelle Frau und Beruf“ für den Kreis Warendorf und für die Frauen in den letzten Jahren nachweislich erbracht hat, nehmen sich die jährlichen Gesamtkosten von z. Z. ca. 130.000 € recht bescheiden aus. Davon trägt das Land mit der EU gemeinsam bislang 80 % und die Städte Ahlen, Sendenhorst und der eigens zur Erhaltung der Regionalstelle gegründete „Verein zur Förderung der Frauenerwerbstätigkeit VFFE“ teilen sich den verbleibenden Eigenanteil. Der „VFFE“ hat mit sehr viel Engagement und mit erheblichen finanziellen Anstrengungen der Stadt Ahlen die Kofinanzierung mit ca. 30.000 € zur Verfügung gestellt. „Dieses bürgerschaftliche Engagement, das weit über das normale Maß hinaus geht, wird nun mit einem Federstrich von der CDU/FDP Landesregierung zerstört und entwertet“, so Juli. Die Leidtragenden sind im Kreis Warendorf wieder die Frauen, denen eine wichtige Beratungsstelle zur beruflichen Eingliederung von der Landesregierung genommen wird. „Wer angesichts dieser Ent-wicklung jetzt noch von einer „Reform - Landesregierung“ aus CDU/FDP spricht, verschließt die Augen vor der Realität. Keine guten Aussichten für Frauen im Kreis Warendorf,“ so Reimund Juli abschließend.