SPD fordert Fachtagung zum Thema „Integration / Migration“ und beantragt dafür im Sozialausschuss 15.000 €. Das ist das Ergebnis des sozialpolitischen Arbeitskreises der SPD-Kreistagfraktion im Rahmen der Haushaltsberatungen 2007.
Zentrale Punkte . . .
dieser Fachtagung sollen nach Auffassung der Sozialdemokarten „Neue Formen der Integration (Ideen und Modelle aus anderen Ländern / Kreisen / Städten)“, „Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen“ und die „berufliche Qualifikationen“ sein. Diese Punkte sollen mit Vertreterinnen und Vertretern aus der Politik, der Jugend- und Sozialarbeit, den Schulen und Weiterbildungseinrichtungen und aus den Institutionen und Gruppen, die zum Thema im Kreis arbeiten, diskutiert werden.
Die sozialpolitische Sprecherin, Annette Mors, machte deutlich, dass das Thema Integration von Menschen aus anderen Ländern eine der zentralen Aufgaben der Zukunft darstellt. Demografie, Globalisierung, offene Grenzen Europas sind die neuen Herausforderungen, denen wir uns stellen müssen. „Wir werden in der Bundesrepublik in Zukunft immer internationaler. Dieser Prozess wird von vielen Menschen immer noch als Bedrohung empfunden. Deshalb müssen wir den Menschen vermitteln, dass internationaler zu werden auch eine Chance für uns ist, gerade im Hinblick auf die in Zukunft schrumpfende Bevölkerungszahl im Kreis Warendorf“, so Annette Mors weiter.
Dagmar Arnkens Homann, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, die maßgeblich an diesem Antrag mitgearbeitet hat, machte deutlich, dass Integration ein Prozess sei, der von zwei Seiten getragen werden müsse, damit er funktionieren kann. „Immer wird reklamiert, dass viele ausländische Mitbürgerinnen und Mitbürger die deutsche Sprache nicht ausreichend beherrschen. Das heißt aber auch zugleich, dass wir die Voraussetzungen dafür schaffen müssen, damit Kinder von Migranten schon im Kindergarten eine echte Sprachförderung erfahren“, so Dagmar Arnkens Homann. Das bedeute in Zukunft ganz neue Herausforderungen für Erzieherinnen und Lehrkräfte und deren Aus- und Fortbildung. Das Wichtigste sei aber, zu erkennen, dass Integration nur zusammen zu leisten sei. Dieses herauszuarbeiten, neue Wege zu erarbeiten und in Zukunft zu gehen, sei Sinn dieser Fachtagung.