Nachhaltiger Konsum bedeutet weniger Plastikmüll

Kommunalpolitik

„Mikroplastik im Essen, in der Umwelt und im Wasser, Plastikmüll in den Meeren – viele Menschen sind verunsichert und wollen das ändern. Es gibt zwar ein Pfandsystem in Deutschland, Plastiktüten sind nur noch gegen Geld zu haben, Plastik wird aus den Meeren gefischt und soll per EU-Richtlinie zukünftig teilweise verboten werden. Wir sind allerdings der Meinung, dass das nicht reicht und zu lange dauert“, fasst die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Sendenhorst zusammen.

Aus diesem Grund hat die SPD-Fraktion einen mehrteiligen Antrag gestellt, unter anderem mit dem Ziel, vor Ort weniger Plastik zu verbrauchen und wegzuwerfen. „Wir tun in Sendenhorst und Albersloh schon eine ganze Menge für Klima und Umwelt“, meint SPD-Ratsmitglied Detlef Ommen – und nennt etliche Beispiele:  Recyclinghof, Müllsammeltag, Stadtradeln oder das Projekt Fairtrade-Town in Verantwortung der Stadt, private Initiativen wie die vielen Basare, die Give-Boxen und Angebote zur Regionalvermarktung sowie die „Zeit zum Umtüten“-Aktion der SPD. „Aber wir können noch mehr tun – und im Interesse unserer Kinder und Enkelkinder sollten wir das auch.“

Zukünftig nachhaltige und umweltfreundliche Beschaffung durch die Stadt

Die Stadtverwaltung soll dabei als gutes Vorbild vorangehen: Die SPD fordert mit ihrem Antrag eine zukünftig nachhaltige und umweltfreundliche Beschaffung durch die Stadt – also Produkte und Dienstleistungen einzukaufen, die während ihrer gesamten Lebensdauer geringere Folgen für die Umwelt haben als vergleichbare Produkte: Weniger giftige Stoffe werden bei der Produktion freigesetzt und natürliche Ressourcen – auch durch Recycling – geschont. Geregelt werden soll das über eine Satzung.

„Neben einer derartigen Selbstverpflichtung der Kommune zur nachhaltigen Beschaffung ist der Verzicht auf Einwegartikel für jede/n eine einfache und schnelle Möglichkeit, Ressourcen zu schonen. Nachhaltiger Konsum ist auch Müllvermeidung. Hier sind auch die BürgerInnen gefragt“, fordert SPD-Fraktionsvorsitzende Christiane Seitz-Dahlkamp neue Vereinbarungen zur Abfallvermeidung bei Veranstaltungen auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen sowie in stadteigenen Gebäuden: Speisen und Getränke sollten nur in pfandpflichtigen und/oder in wiederverwendbaren Verpackungen und Behältnissen ausgegeben werden.

Wichtig ist jedoch auch der tägliche Konsum: Nach den Vorstellungen der SPD-Fraktion sollen die BürgerInnen hier auch weiter motiviert und aufgeklärt werden. „Die meisten  Menschen wünschen sich eine auch zukünftig lebenswerte Umwelt – sie müssen bei der Vermeidung von Plastik unterstützt werden. Und das funktioniert am besten hier vor Ort.“

Der Antrag der SPD-Fraktion wurde in der letzten Woche eingebracht; die Verwaltung signalisierte Sympathie für den Antrag und wird in einer der nächsten Sitzungen des SteU entsprechende Vorschläge machen.

Den Antrag auf Einführung einer nachhaltigen Beschaffung finden Sie hier.

 
 

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