Großes Interesse am Thema Stadtentwicklung

Kommunalpolitik

Annette Watermann-Krass, SPD-Stadtverbandsvorsitzende, und die Referentin Katrin Reuscher, Raumplanerin (v.l.)

Sendenhorster Innenstadt neu denken! Unter diesem Thema stand der Vortrag von Katrin Reuscher, Dipl.-Ing. Raumplanung, der auf ein großes Interesse stieß. So fand sich ein breiter Querschnitt aus Bevölkerung, Verwaltung, Rat, Gewerbeverein im Haus Siekmann ein, um ihren Beitrag zu neuen Perspektiven für die Sendenhorster Innenstadt zu hören und zu diskutieren.

Katrin ReuscherKatrin Reuscher leitete ihren Vortrag mit einigen grundsätzlichen Bemerkungen zur Stadtentwicklung ein, die vor dem Hintergrund des demografischen Wandels nicht mehr durch Wachstum geprägt, sondern auch in Sendenhorst mittlerweile von Schrumpfung gekennzeichnet sei. Sie machte deutlich, dass gerade eine lebendige Innenstadt sowohl für die Lebensqualität als auch für die Identifizierung der Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Stadt ausschlaggebend sei. „Leben findet innen statt“, war ihre Zusammenfassung und gleichzeitig die Forderung nach mehr Aufenthaltsqualität und Angebot im Sendenhorster Stadtkern.

Mit Fotos belegte sie ihre Thesen, dass die derzeitige Situation eher „unwirtlich“ ist: Zu sehr am Autoverkehr orientiert, zu viele Schilder, viele ungenutzte Ecken und von einander abgetrennte Räume laden nicht gerade ein, in die Stadtmitte zu kommen und sich hier aufzuhalten. Gleichzeitig wurden aber auch die Potenziale der Innenstadt gezeigt: Vom Promenadenring über den Stadtgrundriss hin zu schönen Hausgiebeln und dem möglichen Alleinstellungsmerkmal St. Josef-Stift listete der Vortrag viele Punkte auf, die Chancen für eine positive Entwicklung deutlich machten.

Mit vielen konkreten Beispielen aus der Stadtentwicklung, die sich vom Lichtkonzept bis zu Verkehrskonzepten spannen, belegte Katrin Reuscher die Entwicklungsmöglichkeiten, die andernorts erfolgreich umgesetzt werden.

Deutlich wurde in ihrem Vortrag, dass für den Erfolg der Innenstadtentwicklung vor allem „Organisation“ und „Beteiligung“ den Ausschlag geben. Reuscher bezeichnete es als notwendig, dass dieser Prozess von der Stadt initiiert, durchgeführt und möglichst breit getragen werde: „Um erfolgreich zu sein, muss es eine Idee, was man in der Stadt will, und einen politischen Konsens darüber geben und vor allem eine Bevölkerung, die das mit trägt und gestaltet.“ Wichtig sei auch zu wissen, dass ein derartiger Prozess etwas koste: „Um Qualität in Planung und Umsetzung zu erhalten, muss man Geld in die Hand nehmen“, plädierte Reuscher auch dafür, externe und damit unabhängige Kompetenz für die Diskussion „einzukaufen“.

In der anschließenden, lebhaften Diskussion wies SPD-Stadtverbandsvorsitzende Annette Watermann-Krass auf die vielen Planungen in der Stadt hin, die nicht umgesetzt worden seien, und auf den Verkehr, der etliche stadtplanerische Lösungen unmöglich gemacht habe. Tenor der Diskussion war jedoch, nicht auf eine Lösung der Verkehrsprobleme zu warten, sondern unter der Beteiligung möglichst vieler Bürgerinnen und Bürger sofort aktiv zu werden. In der Situation vor Ort sei es ohnehin wichtig, sich immer wieder neuen Gegebenheiten und Aufgaben zu stellen.

Für Amüsement sorgte eines der Schlussbilder des Vortrages, das in Anlehnung an die Werbung Lösungen ansprach, die billig, aber wenig erfolgversprechend sind.

„Wir machen das mit den Fähnchen…!“ wurde aber von den Anwesenden verworfen, die eher dem Schlusssatz des Vortrages zustimmten: „Wer suchet, dER FINDET.“

Auf den Appell aus der Versammlung, eine entsprechende Initiative in den Rat hinein zu tragen, reagierten viele der anwesenden Ratsmitglieder – vor allem von SPD und FDP – zustimmend.

 
 

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