Fahrt an den Niederrhein

Ortsverein

Natur und Kultur standen auf der Agenda der ersten Veranstaltung im Rahmen des diesjährigen SPD Sommerprogramms. Ziel der Tagesfahrt an den Niederrhein war zum einen das Naturschutzgebiet (NSG) „Loosenberge“ in Schermbeck und zum anderen das Otto-Pankok-Museum in Hünxe. Das Naturschutzgebiet „Loosenberge“ umfasst 13 Hektar und ist Teil eines größeren Komplexes, dass im Rahmen eines Life-Projekts gefördert wird. Life ist ein Förderprogramm der Europäischen Union zur finanziellen Unterstützung von Umwelt und Naturschutzvorhaben.

Das NSG „Loosenberge“ weist als Besonderheit eines der letzten Vorkommen von alten Wacholderbeständen am Niederrhein auf, die von mächtigen Eichen begleitet werden. Insgesamt werden in den Jahren 2012 bis 2016 Fördermittel von ca. 3,3 Mio. Euro in das Life-Projekt investiert, wovon die EU 50 % und das Land NRW 39 % finanziert. Den Rest finanzieren der Kreis Wesel, die Stadtwerke Wesel und die Projektpartner.

Frisch gestärkt ging es nach der Mittagspause zum Otto-Pankok Museum, wo die Gruppe von Katrin Reuscher empfangen wurde. Als Geschäftsführerin der Pankok-Stiftung erläuterte sie das Leben und Schaffen des Künstlers und stellte die weitere Entwicklung von Haus Esselt vor. So sei es das Ziel, das Anwesen mit Wohnhaus, Archiv, Ausstellungsräumen und dem Außengelände, in dem Hulda und Otto Pankok gelebt und gewirkt haben, zu erhalten und zu entwickeln.

Otto Pankok, der von 1893 bis 1966 lebte, war ein deutscher Maler, Graphiker und Bildhauer. Er gehörte in jungen Jahren der Künsterlergruppe "Junges Rheinland" an, zu der u. a. auch Otto Dix und Max Ernst gehörten. Pankok, der während der NS-Zeit ein Arbeitsverbot erhielt, wurde 1947 zum Professor an der Düsseldorfer Kunstakademie berufen. Zu seinen Schülern gehörte auch Grünter Grass. Haus Esselt, ein ehemaliges Rittergut im Hünxer Ortsteil Drevenack, wurde nach seiner Emeritierung zum Wohn- und Arbeitsort.

Die fast 90-jährige Tochter Eva Pankok bewohnt das Anwesen noch und gab den Gästen aus Sendenhorst anschauliche Einblicke in das Leben und Wirken ihres Vaters.„Ein interessanter Tag mit vielen neuen Eindrucken“, waren sich alle Teilnehmer vor der Heimreise einig.

 
 

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