Erweiterte Berichterstattung zur Klimadiskussion

Kommunalpolitik

Nicht immer kann man alles in der Zeitung lesen, was und wie in der Sitzung beraten wurde. Christiane Seitz-Dahlkamp, Fraktionsvorsitzende der SPD, antwortet auf einen Leserbrief zum Klimaschutz, der wiederum auf einen Pressebericht zu den Haushaltsberatungen in der letzten Woche reagierte:

Der Briefeschreiber war in der entsprechenden Ausschusssitzung nicht anwesend - und geht aufgrund des WN-Artikels davon aus, dass die Lokalpolitik in Sendenhorst und Albersloh Klimaschutz nur zum Nulltarif haben möchte. Er kritisiert, dass der Antrag, 250.000 Euro für mehr Wald für das nächste Jahr bereitzustellen, den die BfA gestellt hat, abgelehnt wurde.

Was er aufgrund der Berichterstattung nicht wissen konnte, war, dass z.B. die SPD sehr wohl grundsätzlich bereit ist, (viel) Geld für den Klimaschutz auszugeben: Wenn es ein Konzept gibt, wenn klar ist, was gemacht werden soll, wenn genügend Kapazität da ist, um Anträge umzusetzen - denn schon im Jahr 2019 hat die Verwaltung es nicht geschafft, alle Aufträge der Politik umzusetzen.

Wir haben uns gefragt: Was nutzt es dem Klima, wenn zum Ende des Jahres 2020 viel Geld in der Kasse übrig bleibt, weil mangels klarer Aufträge nichts passiert ist? - Die SPD geht deshalb den Weg zu mehr Klimaschutz andersherum - wir haben beantragt, im nächsten Jahr ein Grundstück am Hof Schmetkamp anzukaufen und es aufzuforsten. Ein konkretes Projekt - und damit realistisch. Das gilt auch für die vielen anderen Anträge und Aktionen der SPD - für nachhaltige Beschaffung, auf ein Klimasparbuch, auf Nachpflanzungen, eine pestizidfreie Kommune, Treffen mit Fridays for Future-Aktivisten, um nur einige zu nennen.

Auch hilft zur Beurteilung der umweltpolitischen Einstellung unserer Fraktion vielleicht der Hinweis auf einen Antrag der SPD, den wir schon vor den Sommerferien gestellt haben: Nämlich zukünftig die Folgen aller Beschlüsse und Vorhaben auf Klima und Umwelt darzustellen, um dem Rat und seinen Ausschüssen ein verantwortungsvolles Handeln für zukünftige Generationen zu ermöglichen. Wir haben die Verwaltung beauftragt, die Kriterien festzulegen, die in diese Beurteilung miteinbezogen werden sollen. Diesen Kriterienkatalog erwarten wir noch in diesem Jahr.

Mit anderen Worten: Mehr Wald in Sendenhorst und Albersloh, eine zukunftsorientiertere Klima- und Umweltpolitik in unserer Stadt? - Ja, auf jeden Fall. Allerdings nicht ohne Konzept.

 
 

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