„Wir sind in der Verpflichtung der heutigen und künftigen Generation wichtiges Kulturerbe zu erhalten. Daher hat die SPD-Fraktion gerne einer Beteiligung des Kreises Warendorf an der „Annette von Droste Hülshoff-Stiftung“ in der jüngsten gemeinsamen Sitzung des Kultur- und Kreisausschuss zugestimmt“, unterstreicht der kulturpolitische Sprecher der SPD-Kreistagsfraktion, Josef Krause. Außerdem wollen wir in Westfalen ein Netzwerk für Literatur schaffen.
Konkret geht es darum, mit der „Annette von Hülshoff-Stiftung“ den Grundstein für ein „Literaturland in Westfalen-Lippe“ zu legen. Die Gründung der Stiftung dient dem Ziel, mit dem Geburts- und Wohnhaus der Dichterin (Burg Hülshoff und Rüschhaus) ein herausragendes Kulturdenkmal dauerhaft zu sichern, für die Öffentlichkeit zu erhalten und kulturell zu nutzen.
Annette von Droste-Hülshoff ist die berühmteste deutsche Dichterin des 19. Jahrhunderts und genießt eine hohe nationale und auch internationale Anerkennung.
Die Stiftung soll ein Volumen von 20 Millionen Euro erhalten. Es beteiligen sich nicht nur die öffentliche Hand, sondern auch private Förderer. Der Kreis Warendorf bringt 200.000 Euro ein. Dieser Betrag wird von der Sparkasse Münsterland Ost übernommen.
Auch das in Trägerschaft des Kreises Warendorf befindliche „Kulturgut Haus Nottbeck“ in Oelde-Stromberg würde von der Gründung der „Hülshoff-Stiftung“ und der Literatur-Einrichtung auf Burg Hülshoff profitieren.
Vorteile sind:
- Annette von Droste-Hülshoff ist die „Ikone“ der westfälischen Literatur und wichtiger Faktor innerhalb der Kulturlandschaft Westfalens. Diese würde eine grundsätzliche Aufwertung erfahren und damit auch Haus Nottbeck mit seinem Museum für Westfälische Literatur mehr in den Blickpunkt rücken.
- Es könnten Synergieeffekte genutzt werden (Abstimmung bei Programmen, bei gemeinsamer Werbung, „LiteraturrouteWestfalen“, Verknüpfung von Festivalstandorten.
- Durch eine Kooperation mit Burg Hülshoff (Stipendiaten, Wissenschaftler, dort gastierende hochrangige Literaten, Besucher) würde auch das Kulturgut Nottbeck in der Literaturszene noch bekannter werden.
- Das Netzwerk Literatur innerhalb Westfalens erfährt eine weitere Stärkung; auch hiervon profitiert Haus Nottbeck.
„Wir sollten die Annette von Droste-Hülshoff-Stiftung“ und die künftig geplanten Maßnahmen auch als Chance für das Kulturgut Nottbeck betrachten“, meint Josef Krause.