Besuch des Arbeitskreises „Soziales“ im Everswinkeler Familienzentrum „zwinkel“

Jugend

Everswinkel. „Wir wollen nicht immer nur am grünen Tisch entscheiden sondern wir wollen auch wissen, was vor Ort geschieht“, sagte Dagmar Arnkens-Homann, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Kreistagfraktion, beim Besuch des Arbeitskreises „Soziales“ im Everswinkeler Familienzentrum „zwinkel“.

Im monatlichen Wechsel besuche der Arbeitskreis deshalb Jugendhilfeprojekte im Kreis Warendorf. Mit dabei war auch der örtlichen SPD-Fraktionschef Wolfram Kötting.

Karl Vennemann, Leiter der Kindertageseinrichtung „Weidenkorb“, erzählte zunächst aus den Anfängen der „Kindergruppe Everswinkel e.V.“, aus denen später die Kindergärten „Weidenkorb“ und „Stöpkenhues“ hervorgegangen sind. Im Verbund der beiden Tageseinrichtungen sei jetzt das Familienzentrum entstanden. „Immer wenn neue Aufgaben entstanden sind, wie zum Beispiel die Betreuung der dreijährigen Kinder und später auch der noch jüngeren, wurde die Kindergruppe gefragt und wir haben sie dann auch übernommen“, berichtete deren Vorsitzende Gabi Kirsch. „Es war damals in der Politik wenig Verständnis dafür vorhanden, schon Kleinkinder in so genannte „KiTa‘s“ zu geben“, erinnerte sich. „Aber inzwischen haben auch die Skeptiker erkannt, dass auch diese Kinder hervorragende Laufbahnen eingeschlagen haben“, ergänzte Dagmar Arnkens-Homann.

Venenmann erläuterte dann die schon damals intensive Zusammenarbeit mit den Eltern. Das strahle auch bis heute aus, und es sei daraus auch die Idee des Familienzentrums erwachsen. „Bevor die Kinder zu uns kommen, gehen wir in die Familien, damit uns die Eltern näher kennen lernen.“ Für die Kinder würden damit die ersten Bezugspunkte gebildet.

Natürlich war auch das neue Kinderbildungsgesetz, kurz „KiBiz“ genannt, ein Ge-sprächsthema. „Früher wurde das Personal bezahlt, heute bekommen wir Pauschalen pro Kind, die nicht berücksichtigen, dass ältere Kräfte auch höher Kosten verursachen“, berichtete Vennemann. Sowohl die Mitglieder der SPD-Kreistagfraktion, als auch die Vertreter des Familienzentrums waren sich einig, dass die Träger unangemessen hohe finanzielle Risiken zu tragen haben. Eine Anpassung der Pauschalen an den tatsächlichen Bedarf sei deshalb das Gebot der Stunde.

Rund zwei Stunden dauerte die Führung durch die Räume und die anschließende Gesprächsrunde. „Wir sind beeindruckt von den vielfältigen Beratungs- und Hilfs- und Bildungsangeboten des Familienzentrums und von der engagierten Leistung des Personal“, lobte Dagmar Arnkens- Homann zusammenfassend. „Wir bleiben im Gespräch“, versicherte auch die örtliche Kreistagsabgeordnete Gundi Grabenmeier.

Zum Foto:
Der Arbeitskreis „Soziales“ der SPD-Kreistagfraktion zu Gast im Everswinkeler Familienzentrum „zwinkel“ (v. l.): Annette Mors, Maria Blömker-Stockmann, Günter Holz, Wolfram Kötting, Gabi Kirsch, Gundi Grabenmeier, Dagmar Arnkens-Homann und Karl Vennemann.

 

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