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SPD-Kreistagsfraktion unterstützt Forderungen des Kreisflüchtlingsrats

Veröffentlicht am 02.05.2015 in Allgemein

Auf Einladung der SPD Kreistagsfraktion trafen sich Vertreter der im Kreisflüchtlingsrat verbundenen ehrenamtlich in der Flüchtlingsarbeit Tätigen sowie hauptamtliche Vertreter der Wohlfahrtsverbände zum gemeinsamen Austausch mit der Kreistagsfraktion. Eindrucksvoll fielen die Berichte aus der konkreten Flüchtlingshilfe in Ahlen, Beckum, Telgte und Sendenhorst sowie aus der kreisweiten Migrationsberatung der Arbeiterwohlfahrt und des Caritasverbandes aus. 

Die Hilfsbereitschaft und ehrenamtliche Arbeit ist überall im Kreis Warendorf sehr hoch und macht viele Betreuungsangebote erst möglich. Angebote für Sprachkurse, Beratung und alltagspraktische Hilfen sind vielfach gut zwischen Kommunalverwaltung, Volkshochschule, freien Trägern und ehrenamtlichen Netzwerke abgestimmt. Dass aus Landesmitteln kreisweit für die Flüchtlingsberatung nur eine hauptamtliche Stelle vorgesehen ist - aufgeteilt in eine halbe Stelle in Ahlen und eine halbe Stelle in Beckum/Warendorf -, wurde als unzureichend kritisiert.

Fraktionsvorsitzende Dagmar Arnkens-Homann machte deutlich und fand bei den Beteiligten Zustimmung: „Die Unterbringung, Versorgung und Betreuung der Asylsuchenden bedeutet für die Kommunen eine enorme finanzielle Anstrengung.“ Sie stellte gleichzeitig die Forderung der Fraktion in den Raum: „Bund und Land müssen die Kommunen deshalb gänzlich von den Kosten für die Flüchtlingsunterbringung entlasten.“ Die SPD-Landtagsabgeordnete Annette Watermann-Krass schloss sich dieser Forderung an: „Gemeinsam müssen wir von Landesseite dafür kämpfen, dass die Kosten für die Flüchtlingsunterbringung vom Bund übernommen werden. Denn den Kommunen fällt es immer schwerer, ihren Verpflichtungen in dem Bereich nachkommen zu können.“

„Wir erkennen das Engagement der Zivilgesellschaft in hohem Maße an“, erklärt Dagmar Arnkens-Homann, Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion weiter. „Wir unterstützen aber auch deren Forderungen nach einer personellen Verstärkung der Ausländerbehörde des Kreises Warendorf und der Migrationsberatung für Erwachsene sowie des Jugendmigrationsdienstes.“ Besonders das Hilfekonzept für unbegleitete jugendliche Flüchtlinge müsse verbessert werden.

„Mit Blick auf die untragbare Belastung der Kommunen und in Sorge um die Folgen, die damit einhergehen können, werden wir dem Landrat und den anderen Fraktionen im Kreistag eine Resolution an Bund und Land zur Übernahme aller Flüchtlingskosten vorschlagen“, stellt die Fraktionsvorsitzende in Aussicht.

Der stellvertretende Landrat und sozialpolitische Sprecher der SPD-Kreistagsfraktion Franz-Ludwig Blömker freut sich über den Zuspruch der Gesprächsrunde für weitere Treffen und einen Fachtag für Menschen, die sich ehrenamtlich im Bereich der Flüchtlingsarbeit engagieren. Der Sozialausschuss des Kreistages hat eine solche Veranstaltung auf Antrag der SPD-Kreistagsfraktion beschlossen. „Wir wollen, dass dies aber keine einmalige Veranstaltung wird, sondern setzen auf Strukturen für einen regelmäßigen Dialog der Behörden, freien Träger und Ehrenamtlichen in der Flüchtlingshilfe im Kreis Warendorf. Dazu gehöre auch eine verlässliche finanzielle Förderung des Kreisflüchtlingsrats“, so Blömker.

 

Auf dem Foto sind von links nach rechts zu sehen:
Franz-Ludwig Blömker, stellv. Landrat; Renate Feichtinger, Beckum; Ergül Aydemir, Ahlen; Dagmar Arnkens-Homann, Fraktionsvorsitzende; Annette Watermann-Krass, MdL; Remzi Dengiz, Zib-Telgte; Susanne Weber-Will, Zib-Telgte; Anne Kost-Ateser AWO-UB Hamm-Warendorf; Detlef Ommen, Sendenhorst; Theodor Lohölter, Deutsch-Ausländischer-Freundeskreis Sendenhorst; Natalie Wagner, Ennigerloh, Anne Claßen, Wadersloh; Maria Hamann, Everswinkel; Thomas Reikert, Caritas, Beckum; Jochen Feichtinger, Beckum; Herbert Kraft, Geschäftsführer Caritas Warendorf; Werner Paschke, Deutsch-Ausländischer-Freundeskreis Sendenhorst; Heinrich Sinder, Geschäftsführer Caritas Ahlen

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