Was für Menschen tun, die was für Menschen tun

Kommunalpolitik

SPD will das Ehrenamt weiter stärken

„In Sendenhorst und Albersloh sind sehr viele Menschen ehrenamtlich tätig – organisiert wie z.B. in der Feuerwehr oder als freier Zusammenschluss wie z.B. im SozialZentrum Fels. Hier muss die Politik unterstützen. Und sie muss diese Unterstützung immer wieder anpassen, denn Bedürfnisse ändern sich“, erläutert SPD-Fraktionsvorsitzende Christiane Seitz-Dahlkamp die Haltung ihrer Fraktion.

Das fängt mit der Anerkennung für die Zeit und die Kraft an, die Ehrenamtliche für andere aufwenden: Die SPD beantragt deshalb in den zurzeit laufenden Haushaltsberatungen eine Stärkung der Ehrenamtskarte, die seit 2012 in Sendenhorst und Albersloh z. B. verbilligte Eintritte bietet, durch neue attraktive Angebote. Vor allem aber auch eine bessere Werbung für diese Anerkennung: „Wie kann man besser ‚Danke‘ sagen? - Jede/r, die/der ehrenamtlich tätig ist, kann diese Karte bekommen. Aber wer weiß das?“

In den letzten Monaten hat die SPD-Fraktion außerdem etliche Gespräche mit verschiedenen Vereinen und Initiativen geführt – unter anderem mit der Feuerwehr und den Sportvereinen. „Die Feuerwehr nimmt mit dem Brandschutz eine Pflichtaufgabe der Kommune wahr – Tag und Nacht. Hier beantragt die SPD eine angemessene Entschädigung für die Leitungspositionen und eine Verdoppelung des Kameradschaftsgelds. Aber auch für andere Sparten des Engagements der Feuerwehren in beiden Ortsteilen sieht die SPD Unterstützungsbedarf: „Für die Stadt sind die Feuerwehrkapelle bzw. der Musikzug Aushängeschild und Werbeträger bei vielen Veranstaltungen, auch außerhalb der Stadt. Hier will die SPD eine Unterstützung für neue Uniformen, die zum 100jährigen Jubiläum der Sendenhorster Feuerwehrkapelle 2021 und anschließend auch in Albersloh angeschafft werden sollen.“

In den Gesprächen mit den Sportvereinen wurde außerdem ein Problem deutlich – die Bewältigung der anfallenden Bürokratie. Im letzten Jahr hat die Vereine vor allem die Frage mit dem Umgang der DGSVO (Datenschutz-Grundverordnung) beschäftigt. „Viele sind von derartigen Spezialfragen zeitlich und inhaltlich überfordert. Für diese und andere Fragen will die SPD weiterhin eine AnsprechpartnerIn in der Verwaltung, die auch die Arbeit für das Gemeinwohl koordiniert“, erläutert Annette Watermann-Krass als Vorsitzende des Sozialausschusses den Antrag der SPD zu den Haushaltsberatungen. „Wir wollen, dass die Stelle für die Koordination der Flüchtlingsarbeit nicht wegfällt, wie es der Haushaltsentwurf vorsieht. Wir wollen – wie schon vor Jahren von uns beantragt – eine wirkliche Koordinationsstelle für das Ehrenamt.“ Zum Aufgabenbereich einer solchen Stelle soll neben der Unterstützung bei Verwaltungstätigkeiten sowohl die Koordination der Ehrenamtlichen gehören als auch die Werbung neuer Freiwilliger. Die SPD verweist in diesem Zusammenhang auf die Arbeit der Freiwilligenagenturen in anderen Städten.

„Wir wollen dieses große Potenzial für ein gutes Zusammenleben in Albersloh und Sendenhorst weiter unterstützen und pflegen“, so die SPD und kündigt die Fortsetzung der Gespräche an.

 
 

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