In der Beratungsstelle für AlleinerziehendeIn der Beratungsstelle für Alleinerziehende (BAZ), verschafften sich am Freitag Mittag die SPD-Kreistagsfraktion mit ihrem Vorsitzenden, Reimund Juli und die SPD-Landtagskandidatin Annette Watermann-Krass, einen Einblick in dort geleistete Arbeit. Der Arbeitskreis „Jugend und Soziales“, unter der Federführung von Dagmar Arnkens-Homann, wurde von der Leiterin der Beratungsstelle, Diplom- Pädagogin Tessa Stephani und der Leiterin der Tagesgruppe, Heilpädagogin Gabriele Berwanger, in den Räumen der BAZ an der Warendorfer Straße 29 empfangen.
„Eltern bleiben Eltern- auch nach einer Trennung. Nichtsdestotrotz entstehen nach einer Trennung Probleme. Unser Ziel ist es, in erster Linie die Rechte und Wünsche der Kinder aufzugreifen.“ so Tessa Stephani. „In einer Gesellschaft, die vielfältige Lebensformen beinhaltet wie Ein- Eltern- Familien oder die sogenannten Patchwork- Familien,
verstehen wir uns als Interessenvertretung dieser Zielgruppen auf sozialpolitischer Ebene.“ So setzt auch Gabriele Berwanger mit ihrer Arbeit in der Tagesgruppe auf die Kinder, die als schwächste Glieder in der familiären Kette gelten.
Auf Nachfrage der SPD-Kreistagsfraktion erläuterten die beiden Mitarbeiterinnen der BAZ ihr Konzept:“ Das Hauptfeld unserer Arbeit besteht aus einem breit gefächerten Beratungsangebot in Krisensituationen. So nehmen wir uns nicht nur der Kindern und Jugendlichen an, sondern bieten auch Einzel-, Paar- und Familienberatung.“ erläuterte Tessa Stephani. „Rat geben wir auch bei der Regelung des Sorge- und Umgangsrechts und bieten Informationen zu rechtlichen und pädagogischen Fragen.
„Einen weiteren Schwerpunkt setzt der Kontakt der Ratsuchenden zu anderen, die sich in der gleichen Situation befinden.“ so Gabriele Berwanger, die sich darüber freut, dass so ein ganzes Stück Selbsthilfecharakter in die Arbeit mit den Betroffenen eingebracht wird. „Unabhängig von Nationalität und Konfession, kostenlos, kurzfristig und anonym lautet daher unser Konzept der Beratung, die häufiger denn je von Ratsuchenden in Anspruch genommen wird.“
SPD-Landtagskandidatin Annette Watermann-Krass sah unter den gegebenen gesellschaftlichen Veränderungen, die auch vielfältige Lebensformen hervor bringen, die große Notwendigkeit einer Beratungsstelle wie der BAZ. So erkundigte sich die heimische Politikerin nach den Wünschen, die mit auf den Weg nach Düsseldorf genommen werden sollen.
„Die Tagesgruppe trägt sich durch die Jugendhilfe; dennoch fehlt es bei den Sachkosten.“ so Tessa Stephani. „Unser größter Wunsch ist daher eine gesicherte finanzielle Zukunft, um effizient und ohne Druck weiter arbeiten zu können.“