Mit der nach wie vor hohen Zahl von ausbildungswilligen jungen Menschen im Kreis Warendorf, die auch in diesem Jahr keinen Ausbildungsplatz bekommen haben, beschäftigte sich die SPD-Kreistagsfraktion auf ihrer letzten Sitzung. 2 Bewerbern stehen gerade einmal 1 Ausbildungsplatz gegenüber und die Hälfte aller Jungendlichen, die in diesem Jahr einen Ausbildungsplatz suchen, probieren es bereits zum zweiten Mal,
heißt es in einer Pressemitteilung der SPD-Kreistagsfraktion. „Die SPD-Kreistagsfraktion erkennt die Bemühungen der Berufskollegs im Kreis Warendorf, jungen Menschen, die keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, eine berufliche Grundbildung zu vermitteln bzw. erst berufsfähig zu machen, ausdrücklich an und bedankt sich an dieser Stelle ausdrücklich für das Engagement der Lehrerinnen und Lehrern an den Berufskollegs. Ohne deren Einsatz, wäre die Situation der Jugendlichen ohne Ausbildungsplatz noch katastrophaler als sie jetzt schon ist“, so Josef Krause, schulpolitischer Sprecher der SPD-Kreistagsfraktion. „Mit der jetzigen Situation dürfen wir uns nicht abfinden. Auch der Kreis und die zukünftige Landrätin seien in dieser Frage gefordert“, so Dagmar Arnkens-Homann, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD Kreistagsfraktion Warendorf. Gabriele Dönig-Poppensieker, gemeinsame Landratskandidatin von Bündnis 90/Grüne, FWG und SPD, sagte in dieser Frage ihre volle Unterstützung zu. „Ich werde mich stark für die Schaffung neuer Ausbildungsplätze im Kreis Warendorf einsetzen und ich bin mir in dieser Frage der Unterstützung aller im Kreistag vertretenen Parteien sicher“, so die Landratskandidatin vor der SPD-Kreistagsfraktion. Nach Auffassung der SPD-Kreistagsfraktion sprechen die Zahlen eine eindeutige Sprache und sind ein Indiz dafür, dass es mit der freiwilligen Selbstverpflichtung der ausbildungsfähigen Betriebe, neue Ausbildungsplätze im Kreis Warendorf zu schaffen, nicht so weit her sei, so die SPD-Kreistagsfraktion in einer Pressemitteilung gegenüber unser Zeitung. „Die positiven Bemühungen im Kreis Warendorf – wie z.B. die Verbundausbildung, die wir durchaus sehen, müssen verstärkt werden. Wir appellieren deshalb an alle im Kreisgebiet ansässigen Firmen, mehr als bisher, junge Menschen einzustellen und auszubilden, damit wir auch in Zukunft über quali-fizierte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Kreis Warendorf ver-fügen und junge Menschen eine lebenswerte Zukunft bei uns haben“, so Josef Krause abschließend für die SPD-Kreistagsfraktion.