Graue Erbsen und Politik

Soziales

Es ist mittlerweile Tradition bei der SPD geworden, sich am Aschermittwoch zum „Graue Erbsenessen“ zu treffen. Zu Beginn begrüßte die Vorsitzende Annette Watermann-Krass die Gäste und ging auf den Terroranschlag in Hanau ein. „Wir müssen entschlossen gegen Rassismus , Hass und Hetze auftreten. Wir sind in unserer Stadt immer für eine offene und tolerante Gesellschaft eingestanden. Deshalb dürfen wir nicht schweigen, wenn sich menschenfeindliche Hetze in der Gesellschaft verbreitet,“ führte sie aus.

Gast des Abends war Susanne Hallermann, von „wir pflegen“,eine Selbsthilfe-Organisation und Interessensvertretung pflegender Angehöriger. Dieser junge Verein gibt den vielen pflegenden Angehörigen in Deutschland eine Stimme und fordert ihre Rechte ein. Der Vortrag war übertitelt: „Gepflegt in die Armut?“.  Frau Hallermann machte klar, dass drei von vier Pflegebedürftigen in Deutschland zu Hause versorgt werden. Die pflegenden Angehörigen sind häufig dreifach belastet: Pflege kostet Zeit, sie kostet Geld, wenn die Arbeitszeit reduziert werden muss und sie kostet auch Kraft. Am Ende werden so viele Pflegende zu Hartz IV Empfänger. Deshalb ist der Verein politisch aktiv und fordert die Einführung einer steuerfinanzierten Lohnersatzleistung und eine angemessene Anrechung der Pflegezeit für die eigene Rente.

Der Verein „wir pflegen“ ist die einzige Organisation in Deutschland, die krankheitsübergreifend die Interessen aller pflegenden Angehörigen vertritt. Frau Hallermann machte deutlich: „Es sind vor allem Frauen, die diese Pflege übernehmen. Die Vereinbarung von Pflege und Beruf gestaltet sich im Land immer noch schwierig. Dabei ist die Familie der größte Pflegedienst der Nation. Deshalb fordern wir eine solidarische Finanzierung der Pflege. Heute ist die derzeitige Pflegeversicherung nicht mehr vereinbar mit dem demografischen Wandel, wachsender Pflegebedürfnisse und modernen Familien- und Erwerbsstrukturen.“

 

 
 

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SPD-Bundestagsfraktion

Nach intensiven Verhandlungen haben sich Bund und Länder gestern Abend auf die Umsetzung eines Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder geeinigt. Sofern Bundestag und Bundesrat noch zustimmen, haben Kinder der ersten Klasse ab August 2026 einen Anspruch auf ganztägige Förderung. Danach kommt jedes Jahr eine weitere Klassenstufe dazu. Ab 2029 gilt der Anspruch dann für alle Kinder von der 1. bis zur 4. Klasse, sagen Katja Mast und Sönke Rix.

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