Im Rahmen einer Fachtagung der SPD Kreistagsfraktion wurden die Arbeitsergebnisse des Arbeitskreises „Wirtschaft, Arbeit, Finanzen“ (WAF) zur zukünftigen Arbeit der „Gesellschaf für Wirtschaftsförderung“ (gfw) erläutert. Der Arbeitskreis hatte sich zuvor unter fachkundiger Anleitung von überregional tätigen Wirtschaftsförderern und Unternehmensberatern über 1 ½ Jahre auf mehreren Seminaren zum Thema „Kommunaler Wirtschaftsförderung“ sachkundig gemacht. „Wir wollen nicht nur kritisieren, sondern uns aktiv und konstruktiv in die Debatte einbringen und dabei auch die erfolgreichen Projekte der gfw unterstützen“, so Detlef Ommen, stellvertretender Landrat und Arbeitsgruppenmitglied. „Wir müssen jetzt ...
aber auch die heutigen Mega–Trends der Wirtschaftsförderung: Globalisierung, regionale Kooperation, Renaissance der Urbanisierung und die alternde Gesellschaft in unsere Überlegungen für eine erfolgreiche Wirtschaftsförderung mit einbeziehen“, so Reimund Juli, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion. Für den Kreis Warendorf und für die Wirtschaftsförderer lassen sich nach Ansicht der SPD-Kreistagsfraktion daraus folgende Forderungen ableiten, die an dieser Stelle nur beispielhaft dargestellt werden können:
· Eine Stärken- / Schwächenanalyse des Kreises, Branchen-Know-how, das im Rahmen der Globalisierung gefordert ist muss für die Beteiligten erstellt werden. Wirtschaftsförderungen müssen nach Ansicht der SPD-Kreistagsfraktion in Zukunft verstärkt Netzwerkmanagement betreiben, die Kommunikation zu Unternehmen deutlich intensivieren und verstärkt einen Wissenstransfer organisieren. Deshalb müssen Wirtschaftsförderungen die optimalen infrastrukturellen Rahmenbedingungen schaffen, damit regionale Kooperation im Kreis Warendorf noch mehr als bisher unterstützt werden kann und die Unternehmen so bei der „Entdeckung der Nähe“ noch mehr als bisher unterstützt werden können.
· Darüber hinaus müssen Kompetenzcluster definiert, weiter entwickelt und gefördert werden, und zwar über den eigenen Standort hinaus. Nach Auffassung der SPD-Kreistagsfraktion werden die Bereiche Bildung und Qualifikation sowie Lebenslanges Lernen und ihre Vernetzung zu einem zentralen Feld einer zukunftorientierten Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung.
· Die demografischen und die mit der alternden Gesellschaft verbundenen Veränderungen müssen in der Ausrichtung von öffentlichen Produkten und Leistungen in Zukunft gezielt berücksichtigt werden. Hier kann die Wirtschaftsförderung Impulse geben. Angesichts dieser veränderten Rahmenbedingungen muss die „Wirtschaftsförderung der Zukunft“ die Bedeutung einer „strategischen Entwicklungsabteilung der Zukunft“ bekommen.
· Die regionale Kooperation muss verstärkt werden. Die Entwicklung bzw. der Ausbau der interkommunalen Zusammenarbeit und Kooperation im Kreis Warendorf ist zu forcieren. Die gfw muss zum Treiber einer solchen Entwicklung werden.
· Ein Businessplan muss erstellt werden und dabei die kurz-, mittel- und langfristigen Ziele der gfw darstellen und den zukünftigen Finanzbedarf ausweisen.
„Die gfw muss so aufgestellt werden, dass eine eigenständige wirtschaftliche Identität des Kreises Warendorf mit den Städten und Gemeinden gemeinsam entwickelt und im europäischen Wettbewerb der Regionen offensiv kommuniziert werden kann,“ so Reimund Juli.