Fraktionsvorsitzender Reimund JuliReimund Juli, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion und selbst Mitglied im Verwaltungsrat der Sparkasse Münster-land Ost, lehnt eine Privatisierung der Sparkassen nach Wegfall der Staatshaftung im Juli 2005 energisch ab und erteilt den Überlegungen der Landes-CDU in Richtung einer Privatisierung der Sparkassen eine klare Absage.
Reimund Juli vertrat in einer Presserklärung gegenüber unserer Zeitung die Auffassung, dass eine Privatisierung der Sparkassen im Münsterland und insbesondere im Kreis Warendorf nachteilige Wirkungen für Bevölkerung, Handwerk und Mittelstand hätte. Reimund Juli machte deutlich, dass
· eine ortsnahe Versorgung mit Filialen durch diese Entwicklung immer mehr in Frage gestellt und die Kundennähe der öffentlich-rechtlichen Banken drastisch abnehmen würde und wir so sehr schnell zu englischen Verhältnissen kommen könnten, wo beispielsweise rund 5 Mio. Men-schen auf Grund dieser Entwicklung kein eigenes Girokonto mehr haben.
Juli befürchtet darüber hinaus,
· der Finanzsektor sich mehr und mehr vom Mit-telstand entfernen und Klein- und Mittelbetriebe die Leidtragenden dieser Entwicklung wären und
· dass der regionale Bezug der heutigen Sparkas-sen verloren ginge und zahlreiche ehrenamtliche Projekte dadurch gefährdet wären.
Ebenso wie die Regierungsmehrheit in Düsseldorf denkt auch die große Mehrheit der Kommunalpolitiker, ist sich Juli sicher. „Deshalb wäre es sinnvoll, wenn den Plänen der Landes-CDU auch vor Ort eine klare Absage erteilt würde und die Bevölkerung rechtzeitig ihren Widerstand gegen eine Privatisierung der Sparkassen öffentlich zum Ausdruck bringt“, so Reimund Juli abschließend für die SPD-Kreistagsfraktion.