Die Kreistagsfraktionen von Bündnis 90/Grünen, FWG und SPDDie Kreistagsfraktionen von Bündnis 90/Grünen, FWG und SPD fordern die Einrichtung von 3 Sozialarbeiterstellen für die Berufskollegs im Kreis
Die Fraktionsspitzen und die jugend- und schulpolitischen Sprecherinnen und Sprecher der Kreistagsfraktionen von Bündnis 90/Grünen, FWG und SPD trafen sich zu einer gemeinsamen Fraktionssitzung, um mit der gemeinsamen Landratskandidatin Gabriele Dönig – Poppensieker die Situation auf dem Ausbildungsmarkt im Kreis Warendorf zu diskutieren. Mit der nach wie vor hohen Zahl von nicht in einem Ausbildungsverhältnis vermittelten jungen Menschen im Kreis Warendorf wollten sich die Kreistagsfraktionen von Bündnis 90/Grünen, FWG und SPD nicht zufrieden geben. Sie appellieren deshalb an die heimische Wirtschaft,
weitere zusätzliche Ausbildungsplätze zur Verfügung zu stellen, heißt es in einer Pressemitteilung der drei Kreistagsfraktionen. „Wir müssen im Kreis so weit kommen, dass jeder ausbildungswillige Jugendliche im Kreis Warendorf auch einen Ausbildungsplatz im Kreis bekommt“, so Eckehard Müller, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Grünen. „Es kann auf Dauer nicht sein, dass 2 Bewerbern im Kreis Warendorf gerade einmal 1 Ausbildungsplatz in unserem Kreis gegenüber steht“, so Norbert Wiemann für die FWG, der trotz aller positiven Bemühungen hier noch weiteren Handlungsbedarf sieht. 50 % aller Jungendlichen, die in diesem Jahr einen Ausbildungsplatz suchen, probieren es bereits zum zweiten Mal, heißt es in der Pressemitteilung der drei Kreistagsfraktionen. „Alle Jungendliche, die keinen Ausbildungsplatz bekommen haben, werden an die drei Berufskollegs des Kreises verwiesen und verschwinden so aus der Statistik, wo viele Jugendliche die Zeit nur als Zwischenstation verstehen und entsprechend motiviert sind“, beklagt Josef Krause, schulpolitischer Sprecher der SPD-Kreistagsfraktion. In den Beratun-gen wurde deutlich, dass alle drei Fraktionsvorsitzenden ausdrücklich die Bemühungen der Berufskollegs des Kreises Warendorf anerkennen, jungen Menschen, die keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, eine berufliche Grundbildung zu vermitteln bzw. erst berufsfähig zu machen und bedanken sich an dieser Stelle ausdrücklich für das Enga-gement der Lehrerinnen und Lehrern an den Berufskollegs, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Ohne deren Einsatz, wäre die Situation der Jugendlichen ohne Ausbildungsplatz noch katastrophaler als sie jetzt schon ist waren sich alle Beteiligten einig. „Der Kreis ist in dieser Situation gefordert“, so Reimund Juli, Fraktionsvorsitzender der SPD Kreistagsfraktion „und darf die Berufskollegs jetzt nicht alleine mit dieser Aufgabe lassen“ Deshalb fordern die Kreistags-fraktionen von Bündnis 90/Grünen, FWG und SPD gemeinsam die Einstellung von drei Schulsozialarbeitern für die drei Berufskollegs in ei-nem gemeinsamen Antrag, der noch im September im Kreisausschuss und Kreistag beraten werden soll. Zur Begründung des Antrages heißt es, dass immer mehr junge Menschen ohne Ausbildungsplatz in die Berufskollegs kommen, die einen erhöhten Förderbedarf hätten. Will man diesem Anspruch der jungen Menschen auf angemessene Förderung – wie es auch das neue Schulgesetz vorsieht, nur halbwegs gerecht werden, ist die Schaffung von Schulsozialarbeiterstellen an den Berufskollegs in dieser aktuellen Situation zwingend geboten! Ein Verweis auf die Landesregierung von CDU und FDP, die vielleicht in dieser Frage zuständig sein könnte und in dieser Frage nichts tut und die Schulen mit ihren Problemen alleine lässt, sei kontraproduktiv und wenig hilfreich, da es hier um junge Menschen aus unserem Kreis und um deren späteren Berufs- und Lebenswerg geht, heißt es in dem gemeinsamen Antrag weiter. „Den jungen Leuten ist es egal, wer zuständig ist – das Hin- und Herschieben der Finanzverantwortung ist ein `“schwarzer-Peter-Spiel“ zu Lasten der jungen Generation im Kreis Warendorf,“ so Mechthild Bürsmeier – Nauert, Finanzausschussvorsitzende im Kreis. „Hier ist der ganze Kreis – und somit auch alle Städte und Gemeinden – in seiner Verantwortung für die heranwachsende Generati-on zum sofortigen Handeln gefordert. Ich unterstützte die Initiative der drei Kreistagsfraktionen von Bündnis 90/Grünen, FWG und SPD aus-drücklich und werde mich als neue Landrätin im Kreis Warendorf für die Realisierung dieser Forderung einsetzen und um Zustimmung bei der CDU und FDP werben. Ich bin mir sicher, dass wir alle gemeinsam diese schwierige Aufgabe meistern können, wir müssen es nur wollen!“