SPD-Bundestagsabgeordneter Bernhard Daldrup zum Equal Pay Day:

Landespolitik

Der Equal Pay Day findet in diesem Jahr am 19. März statt. Dieses Datum markiert den Termin, bis zu dem Frauen über den Jahreswechsel hinaus arbeiten müssen, damit sie auf das durchschnittliche Vorjahresgehalt der Männer kommen: Frauen in Deutschland haben im vergangenen Jahr durchschnittlich 21 Prozent weniger verdient als Männer. Zwar ist damit der Verdienstunterschied gegenüber dem Vorjahr um einen Prozentpunkt gesunken, jedoch liegt Deutschland mit 16 Prozent weiterhin weit über dem EU-Durchschnitt. Das muss sich ändern!

Grunde für die Verringerung ist der Mindestlohn, von dem Frauen etwas stärker als Männer profitieren: Verdienste für Frauen stiegen um 2,3 Prozent, während Männer 2 Prozent mehr verdienten. Auch für die Gleichstellung ist der Mindestlohn ein Erfolg!

Der Verdienstunterschied hat verschiedene Ursachen: Frauen arbeiten häufiger in Teilzeit, sind oft in Branchen mit geringer Entlohnung tätig und bekleiden seltener Führungspositionen. Aber: Auch nach der Bereinigung der Zahlen, bei vergleichbarer Tätigkeit und ähnlicher Qualifikation, sind es immer noch 7 Prozent weniger Lohn. Besonders dramatisch sieht das bei den Renten aus: Als gesetzliche Altersrente erhielten Frauen 2014 durchschnittlich 618 Euro, Männer 1037 Euro. Das sind 40 Prozent weniger!

Ohne gesetzliche Maßnahmen wird sich daran leider nichts ändern. Ich unterstütze deshalb das Lohngerechtigkeitsgesetz von Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig. Dazu gehören transparente und nachvollziehbare Entgeltstrukturen, betriebliche Verfahren zur Überprüfung von Entgeltgleichheit und eine Berichtspflicht für große Unternehmen über Frauenförderung und Entgeltgleichheit.

 

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