Die Minijob-Falle: Daldrup besucht MAXI statt mini regional

Bundespolitik

Bernhard Daldrup, SPD-Bundestagsabgeordneter im Kreis Warendorf, hat an einer Diskussion zum Theme „Alternativen zum Minijob“ der Initiative „MAXI statt mini regional“ teilgenommen, die den Auftakt der Kampagne in Ahlen bildete. Gemeinsam mit Dr. Katharina Wrohlich vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) diskutierte er mit den eingeladenen Frauen über politische Lösungsansätze. Bis heute trifft die Problematik, die stets auch im Zusammenhang mit dem sogenannten Ehegattensplitting diskutiert wird, maßgeblich Frauen. Auch die SPD-Bundestagsfraktion arbeitet hier seit längerem an gerechten Lösungsansätzen.

„Die Steuerbefreiung und die Subventionierung der Sozialversicherungsbeiträge führt dazu, dass eine Beschäftigung bis 450 Euro attraktiv ist, darüber hinaus aber nicht.“ Mit dieser These eröffnete Wrohlich die Debatte.

Minijobs in ihrer jetzigen Form seien für viele Frauen keine Brücke in den Beruf, sondern eher eine Sackgasse, so Marithres van Bürk-Opahle vom Verein Frau & Beruf im Kreis Warendorf. „Vor allem für verheiratete Frauen, die sich über einen Minijob einen Wiedereinstieg in den Beruf erhofften, erfüllt sich dieser Wunsch langfristig nicht.“ Dr. Katharina Wrohlich konnte anhand ihrer Forschungsergebnisse belegen, warum das so ist: Bis zu einem Verdienst der Ehefrau bis 450 Euro steigt das Haushaltseinkommen. Ab einem Einkommen von 451 Euro sinkt es durch die einsetzende Besteuerung spürbar. „Minijobs muss man im Zusammenhang mit dem Ehegattensplitting und der beitragsfreien Krankenversicherung betrachten.“ Dann werde deutlich, wo politische Strategien ansetzen könnten.

Diese Strategien diskutierte die Runde, die sich neben Daldrup, Wrohlich, und van Bürk-Opahle aus Gleichstellungsbeauftragten und Vertreterinnen der politischen Parteien im Kreis Warendorf zusammensetzte, durchaus rege und kontrovers. Vor dem Hintergrund des Equal Pay Days ein durchaus präsentes Thema bei allen Beteiligten.

„Das Ehegattensplitting ist im Verhältnis zu anderen Lebensformen ungerecht“, bestätigt Daldrup, „hier muss und wird sich was ändern.“ Bei einer Reform der Minijobs müssten die Hürden in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung und eine Aufstockung des Arbeitsvolumens leichter möglich sein. Im Mittelpunkt der Debatte stand vor allem, wie Frauen ein Wiedereinstieg in die Arbeitswelt gelingen kann, Lösungsansätze bildeten hierbei eine Reform des Steuerrechts, aber auch ein Recht auf Teil- oder sogar Vollzeit stand zur Debatte. „Wir finden keine Lösung für alles“, sagte Bernhard Daldrup abschließend. „Aber wir müssen in den Lösungswegen vielfältiger werden.“ 

 

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