Bürgerbeteiligung bei der Aufstellung des Nahverkehrsplan aus Sicht des RVM nur "pro forma"?

Verkehr

"Die Aufstellung eines neuen Nahverkehrsplanes (NVP) im Kreis Warendorf wird mit Änderungen verbunden sein, sonst hätte ein entsprechendes Verfahren keinen Sinn", fasst SPD-Fraktionsvorsitzende Christiane Seitz-Dahlkamp das Ergebnis der Diskussion im Stadtentwicklungsausschuss zusammen.

Die SPD hatte beantragt, dass die RVM mit den Münsteraner Stadtwerken Gespräche über eine bessere Erreichbarkeit vor allem des Krankenhauses in Hiltrup aufnehmen sollten. Dazu sollten mehrere Möglichkeiten geprüft werden: eine bessere Anbindung an die Buslinien S30 oder R32 aus Sendenhorst bzw. Albersloh, ggf. eine neue Haltestelle an der Kreuzung Osttor. Ferner sollten bessere bzw. neue Verbindungen aus Sendenhorst und Albersloh an die Bahnhöfe in Ahlen, Drensteinfurt und Rinkerode geprüft und ggf. geschaffen werden.

Den Hinweis des RVM-Vertreters, dass es zu großen Problemen bei der Anpassung des Fahrplans im Kreis gäbe, lässt die SPD nicht gelten: "Zurzeit wird ein neuer Nahverkehrsplan im Kreis Warendorf aufgestellt. Der Kreis legt großen Wert darauf, dass die BürgerInnen sich daran beteiligen. Da noch überhaupt nicht feststeht, welche Änderungen insgesamt gewünscht werden, sollte man den Prozess abwarten, bevor man sagt, dass was nicht geht", weist die SPD auf die noch bevorstehende Phase der Abstimmung mit den Kommunen hin.

Auch die absehbare Entwicklung neuer Baugebiete in Münster im Bereich des Osttors und in Gremmendorf machten deutlich, dass in nächster Zeit auch der öffentliche Personenverkehr vor Veränderungen steht. Die SPD habe nicht die Erwartung, dass entsprechende Verbesserungen bereits morgen umgesetzt seien, wohl aber die Erwartung, dass Verbesserungen im Sinne der BürgerInnen ernsthaft geprüft würden. "Wir werden die Stellungnahme der Stadt zum NVP, die nach Angaben der Verwaltung vor den Sommerferien erfolgen soll, nutzen, um die Wünsche, die aus der Bürgerschaft stammen, erneut einzubringen."

 
 

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